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Die Erfindung der Achse mit Rädern: Vom Bohren zum Wagen

Hier finden Sie die weltweit erste plausible Theorie zur Erfindung der Achse mit Rädern.

 

Erfindung des Rades Achse mit zwei Rädern

 

So könnte die erste Achse mit zwei Rädern und einem ruhenden Teil in der MItte ausgesehen haben.

 

Hier die von Jakob Hirzel entwickelte Theorie in wenigen Sätzen und Bildern.:

 

Erfindung des Rades Fund Platte mit Loch

 

Aus der Jungsteinzeit findet man solche Platten mit Loch. Wir vertreten die Meinung, dass diese Platten mit Loch als Schwungplatten von Pumpenbohrern eingesetzt wurden.

 

Was ist ein Pumpenbohrer und wie funktioniert er?

 

Pumpenbohrer bestehen aus einem Bohrstab, einer Schwungplatte, einem Pumpenbrettchen und einer Schnur. Der Bohrstab wird gedreht, die Schnur wickelt sich auf und schon ist der Bohrer einsatzbereit.

 

Nun wird der Bohrer senkrecht gestellt und das Pumpenbrettchen hinunter gedrückt. Der Bohrer fängt an zu drehen. Ist man mit dem Pumpenbrettchen am tiefsten Punkt angelangt, lässt man mit dem Druck auf das Pumpenbrettchen nach. Die Schwungplatte dreht den Bohrer weiter und die Schnur wird automatisch wieder aufgewickelt. Zuoberst angelangt, beginnt der Prozess von Neuem.

 

Erfindung des Rades Pumpenbohrer 12

 

Erfindung des Rades Pumpenbohrer 11

 

Unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit bohrten Löcher in Holz, Knochen, Horn und Stein.

 

Den unterschiedlichen Materialien und Lochdurchmessern könnten unsere Vorfahren angepasst haben, indem sie eine oder mehrere Schwungplatten einsetzten.

 

So könnten Pumpenbohrer mit zwei Schwungplatten ausgesehen haben.

 

Erfindung des Rades Pumpenbohrer 22

 

Erfindung des Rades Pumpenbohrer 21

 

Nochmals zu den steinzeitlichen Funden:

Was spricht dafür, dass die Platten mit Loch Schwungplatten waren?

 

1. Typisch an den steinzeitlichen Funden ist das quadratische Loch in der Mitte. Dieses eignet ssich hervorragend, um die Platte an einem Stab zu befestigen.

 

2. Die jungsteinzeitlichen Funde haben beinahe perfekt symmetrische Formen. Diese Symmetrie bewirkt, dass die Platte am Bohrstab weniger schnell zu lottern beginnt, was auch jeder Maschinenbauer oder Physiker weiss.

 

Erfindung des Rades Fund Platte mit Loch

 

 

 

 

 

Eine runde Platte herzustellen ist relativ aufwändig, weshalb unsere Vorfahren in den Anfängen dieser Technologie vermutlich rechteckige Schwungplatten schnitzten. Alle folgenden Platten sind Rekonstruktionen jungsteinzeitlicher Funde. Die letzte Platte ist im Original noch ründer als hier.

 

Erfindung des Rades Platte 01

 

Erfindung des Rades Platte 02

 

Erfindung des Rades Platte 03

 

Erfindung des Rades Platte 04

 

Warum sollten die Steinzeitmenschen die Platten rund geschnitzt haben, wenn das aufwändiger ist als eine rechteckige Platte?

 

Wer mit Pumpenbohrern arbeitet, macht die Erfahrung, dass runde Schwungplatten sich aus verschiedenen Gründen besser eignen als echteckige. Denn: Die Platten schwirren beim Bohren mit grosser Geschwindigkeit im Kreise herum. Kommt man mit einer rechteckigen Platte während des Herumschwirrens versehentlich in Berührung, kann es zu Verletzungen kommen. Runde Platten hingegen verletzen nicht, da sie einem nicht ob ihrer runden Form gar nicht "schlagen" können. Hinzu kommt, dass runde Platten beim Bohrstab weniger schnell zu wackeln anfangen, da die Kräfte regelmässiger auf den Bohrstab einwirken.

 

Somit unsere Vermutung: Die Steinzeitmenschen machten zuerst rechteckige Platten, da diese leichter zu fertigen sind und später im ründere, da diese sich zum Bohren besser eigneten.

 

Wenn unsere Vorfahren aus irgendwelchen Gründen (Spiel oder Zwischenlagerung) zwei oder mehrere Schwungplatten an einem Bohrstab befestigten, könnte das so ausgesehen haben.

 

Erfindung des Rades Bohrset 01

 

Nimmt man nur zwei Schwungplatten und ein Pumpenbrettchen, steht der erste Wagen mit einer Achse, zwei Rädern und einem ruhenden Teil vor einem. Dieses Ding rollt und dürfte in steinzeitlichen Siedlungen zu Aufsehen geführt haben.

 

So könnten die Urformen von Wägen ausgesehen haben:

 

Erfindung des Rades Bohrset 02

 

Erfindung des Rades Achse mit zwei Rädern

 

Wie aber kamen die Menschen überhaupt auf die Idee, beim Bohren Schwungplatten einzusetzen?

 

Stehen Sie einmal auf, strecken Sie die Arme nach draussen, drehen Sie sich um die eigene Achse und bleiben Sie dann abrupt stehen! Merken Sie, wie die Arme weiterdrehen möchten? Das ist das Prinzip eines Bohrers mit einer Schwungplatte.

 

Somit: Auch die Achse mit Rad hat ein Vorbild in der Natur, nämlich den besonderen Körperbau des Menschen, der aufrecht gehen und sich mit ausgestreckten Armen um die eigene Achse drehen kann.

 

Erfindung des Rades Mensch und Rad

 

Zum Schluss nochmals die Kerngedanken dieser Theorie zur Erfindung des Rades:

 

Kernaussage 1: . Die jungsteinzeitlichen Platten mit Loch wurden als Schwungplatten von Pumpenbohrern eingesetzt.

 

Kernaussage 2: Der Weg führte von rechteckigen Brettchen zu runden Brettchen und damit zu Rädern. Denn runde Brettchen sind zwar aufwändiger in der Herstellung, doch sie eignen sich besser zum Bohren.

 

Kernaussage 3: Die Urform des Wagens bestand aus zwei Schwungplatten als Rädern, einem Bohrstab als Achse und einem Pumpenbrettchen als ruhendes Teil.

 

Kernaussage 4: Der aufrechte Gang des Menschen und die Arme, die als Schwungkörper eingesetzt werden können, brachte den Menschen auf die Idee, Bohrer mit Schwungplatten einzusetzen.

 

Die Erfindung des Rades ist also keine Erfindung ohne Vorbild in der Natur. Das Vorbild ist der aussergewöhnliche Körperbau des Menschen!

 

 

Publikationen

 

Der Zusammenhang von Platten mit Loch und Pumpenbohrern wurde erstmals 1998 publiziert.

Die gesamte Gedankenkette "vom Bohren zum Wagen" erschien erstmals im Frühjahr 2008 im Butteltin der AEAS.

Wir würden uns über weitere Publikationsmöglichkeiten freuen!