Ueber uns/ Kontakt

Kurse und Projekte für Gruppen von 12 bis 350 Personen

Aus den untenstehenden Elementen stellen wir für Sie und die Gruppe Menschen, mit denen Sie zusammenleben, arbeiten oder lernen, einen Wochenkurs oder eine Projektwoche zusammen.

 

Schicken Sie mir einfach eine Email und lassen Sie mich wissen, was der ungefähre Rahmen (Anzahl Personen und Tage) wäre.

 

jakob.hirzel@lenaia.ch .

 

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

 

Mit herzlichen Grüssen, Jakob Hirzel

 

 

Waldcamp

Ausbrennen

Wir setzen Feuer als Werkzeug ein. Gezielt lassen wir unsere Werkstücke aus Holz da glühen, wo wir Material entfernen möchten. Wir brennen weg, was wir im 20. Jahrhundert mittels Stechbeutel entfernen würden. Becher, Schalen, Löffel und Tassen entstehen.

Backen

Stein um Stein türmen wir aufeinander. Wir machen Kreise und Spiralen. Die Steine stützen sich gegenseitig wie bei einer römischen Steinbrücke. Am Schluss steht ein igluförmiger Backofen vor uns. Darin backen wir unser Brot mit Mehl, das wir auf einer urzeitlichen Steinmühle selbst mahlten.

 

Birkenpech

Birkenrinde erhitzen wir in einem Topf so lange, bis sie sich in Pech verwandelt. Wir erwärmen es und brauchen es wie Klebstoff. Die Rinde, die den Baum schützt und am Leben erhält, erscheint in neuer Form. Als Kitt dient das Pech in unseren Messern, als Verbindung zwischen Federn und Pfeilschäften und als Leim, mit dem wir zerbrochene Tontöpfe flicken.

Bogenbau

Wir ziehen am selbstgeschnitzten Bogen und staunen, wie hart und zugleich elastisch er ist. Das langfaserige Holz speichert unsere Energie hervorragend. Jetzt lassen wir den Pfeil schnellen. Er zischt ab und es ist ein bisschen, als ob wir mit ihm davonsegeln würden. Schon freuen wir uns auf den nächsten Flug.

Fallenbau

Damit uns ein Tier in die Falle geht, müssen wir uns erst in es eindenken. Was isst es am liebsten? Wie verhält es sich? Dann bauen wir Fallen. Unsere Steinzeit-Fallen tun keinem Tier weh. Anstatt das Tier zu verletzen, lösen sie einen Blitz aus und das Tier wird nur auf dem Film eines Fotoapparates festgehalten, mit dem die Falle verbunden ist.

Feuer bohren

Immer schneller dreht der Bohrer. Dichter Qualm steigt auf. Noch zehn Züge. Die abgeschabten Holzfäserchen rauchen weiter und verwandeln sich in dunkelrote Glut. Jetzt nähren wir das neue Feuerleben, blasen sanft, dann immer stärker, bis die erste Flamme ausbricht.

Feuer schlagen

Mit kurzen, heftigen Bewegungen schlagen wir den Feuerstein auf einen metallhaltigen Stein. Funken springen. Feine Fasern des Zunderpilzes nehmen sie auf und nähren die Glut. Sie breitet sich aus und lässt Pflanzenfasern erglühen, bis wir schliesslich ein Feuer haben, entstanden aus einem einzigen starken Funken.

Feuersteinbearbeitung

Mit scharfen Schlägen trennen wir Steinsplitter von Feuersteinbrocken ab. Sie klingen wie Glas, wenn man sie fallen lässt. Sie sind hart und haben extrem scharfe Kanten. Wir geben ihnen eine endgültige Form, indem wir mit Druckstiften weitere kleinste Splitter abtrennen. Schliesslich schnitzen wir Holzgriffe und kleben unsere Klingen mit Birkenpech ein. Oder wir machen eine Pfeilspitze, einen Schaber oder eine Klinge für ein Beil.

Gerben

Die Haut ist das grösste Organ eines Lebewesens. Sie ist zugleich Abgrenzung und Verbindung zur Umwelt. Sie schützt und ermöglicht den Austausch. Sie ist zäh, zugleich aber auch geschmeidig und empfindsam. Aus Rohhäuten stellen wir Leder, Ledergefässe und Tontrommeln her.

Knochenbearbeitung

Knochen sind das Gerüst von Tieren und auch von uns Menschen. Sie sind hart und zugleich elastisch, ein bisschen wie Holz, das Gerüst der Bäume. Knochen ermöglichen uns, aufrecht zu stehen und uns zu bewegen. Ohne wären wir nur ein Haufen Fleisch. Wir stellen aus Knochen Ahlen, Stechbeutel und Schmuckstücke her.

Kochen

In einer Zeit ohne Töpfe kannten die Menschen längst nicht nur das Grillieren. Wie die Eingeborenen im Dschungel kochen wir in einer Grube: Gemüse und Poulets garen wir während Stunden, bis das Fleisch vom Knochen fällt. Wir kochen in Lehm oder gar in Sand. Auch Naturliebe geht durch den Magen.

Korben

Gräser verbinden sich zu Wülsten, die sich in Spiralen auftürmen und zu Körben wachsen. Unsere Hände sammeln, formen und nähen.
Wir flechten Gerüste, um die sich weitere Ästchen schlängeln, gegenseitig stützen, aneinander ziehen und halten. Das entstande Flechtwerk ist ein Korb, leicht und handlich.

Lehmbauten

Wie aus dem Boden gewachsen steht unsere Höhlenhütte da. Aus Ästen, Gras, Sand, Lehm und Stroh ist sie entstanden. Die mit einfachsten Mitteln konstruierte Hütte folgt einem einfachen Grundbauplan. Sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter.

Malen

Der Wunsch zu malen ist vermutlich so alt wie die Menscheit selbst. Malend manifestieren wir das Innere im Äusseren, kommunizieren mittels Strichen und Farben. Wir gewinnen Farben aus selbst gesammelten Pflanzen und Erden, aus Asche und Kohle.

Pfeilherstellung

Wir erwärmen den Schaft, drücken, biegen und lassen ihn erkalten. Wieder schauen wir dem Schaft entlang: Ist er jetzt ganz gerade? Wir passen eine Pfeilspitze ein, kleben und binden Federn fest, die ihn in einer Linie durch die Luft steuern werden.

Pumpenbohren

Kräftig drücken wir das Pumpenbrettchen hinunter. Die Schnüre entwickeln sich und der Bohrer beginnt schnell zu drehen. Die Schwungplatte hat unsere Energie gespeichert und dreht den Bohrer iweiter, während die Schnüre wieder aufgewickelt werden bis das Pumpenbrettchen iwieder oben ist. Nun stoppt der Bohrstab. Wieder drücken wir hinunter und los geht's in die andere Richtung.

Schnüre

Aus Pflanzenfasern drehen wir zwei Fäden: einen rechtsrum, einen linksrum. Die zwei verwickeln wir zu einer Schnur, die sich nicht mehr öffnet, da sich die zwei gegenläufigen Drehungen neutralisieren.

Aber nicht nur Pflanzen liefern Fasern, sondern auch Tiere. Sehnen verbinden Knochen und Muskeln und halten beim Spurt und beim Sprung höchsten Belastungen stand. Sie sind die stärksten natürlichen Fasern. Wir brauchen sie, um Bögen zu verstärken.

Speerschleuder

Die Speerschleuder wurde von unseren Vorfahren in der Stenzeit verwendet und ist bei den Aborigines noch heute in Gebrauch. Unsere selbst gefertigten Schleudern verlängern unseren Arm. So können wir dem davonfliegenden Speer zusätzlichen Schwung und mehr Kraft verleihen.

Schwitzhütte

Mit Ästen errichten wir eine Schwitzhütte. Wir sitzen im Kreis in dem kleinen Bau. Auf die heissen Steine in der Mitte leeren wir etwas Wasser. Dichter Wasserdampfnebel hüllt uns ein. Langsam drückt der Schweiss aus den Poren. Wenn wir hinausgehen, frieren wir nicht mehr. Der Regen kühlt uns sanft.

Töpfern

Wasser hat Stein zu Mehl verwandelt. Nach diesem Steinmehl graben wir und formen daraus, worauf wir Lust haben. Jede Berührung verwandelt, was in unseren Händen wächst. Ist die von uns gewünschte Form gestaltet, lassen wir sie trocknen. Das Feuer verwandelt den Ton dann wieder zu Stein.

Unterkunft

Die Natur gibt alles, um warm und weich zu schlafen. Ein Holzrost isoliert uns gegen den Boden, Aeste formen einen Giebel, Gras bildet das Dach und Heu isoliert gegen Kälte. Spannend, so dicht in Heu eingepackt dazuliegen und ganz still und aufmerksam in die dunkle Nacht hineinzuhorchen und dem Regen zu lauschen, bis die Müdigkeit einem einnimmt und davonträgt.

Weben

Vernetzen, verweben, verbinden. Das machen wir auf einem selbst gebauten Webstuhl. Wir verbinden Fäden und Pflanzen zu engen Geflechten. Diese Geflechte halten sich gegenseitig nur durch Berührung.

Wildwachsende Nahrung

Wir bestimmen die Pflanzen und sammeln alles Essbare. Die Natur stellt uns als Nahrung mehr zur Verfügung als wir denken. Kräuter, Salate, Nüsse, Eicheln, Kiefernsamen und vieles mehr sorgen für einen abwechslungsreichen Speisezettel.